Leistung

Photodynamische Therapie (PDT)

Die photodynamische Therapie ist ein etabliertes, schonendes Verfahren zur Behandlung aktinischer Keratosen – der häufigsten Vorstufen des hellen Hautkrebses. Wir bieten sie als standardisierte Behandlung mit simuliertem Tageslicht in der Praxis sowie als klassische Variante mit natürlichem Tageslicht an.

PDT-Tageslichtlampe über einer Patientin in der Praxis

Anwendungsbereich

Die PDT eignet sich besonders zur flächigen Behandlung sonnengeschädigter Hautareale. Typische Indikationen in unserer Praxis sind:

  • Aktinische Keratosen (Vorstufen des hellen Hautkrebses)
  • Flächige Lichtschäden im Sinne einer Feldkanzerisierung
  • Sonnengeschädigte Areale an Gesicht, Kopfhaut, Dekolleté und Handrücken
  • Auch noch nicht sichtbare, beginnende Hautveränderungen werden mitbehandelt

Auch für Neupatientinnen und Neupatienten

Sie waren bisher nicht in unserer Praxis? Die photodynamische Therapie bieten wir ausdrücklich auch Neupatientinnen und Neupatienten an. Für das Erstgespräch und die Befundbeurteilung vereinbaren Sie bitte einen regulären Sprechstundentermin.

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Wirkprinzip

Die PDT kombiniert eine lichtempfindliche Substanz (5-Aminolävulinsäure) mit Tageslicht. Die geschädigten Hautzellen reichern den Wirkstoff aufgrund ihres erhöhten Stoffwechsels stärker an und werden bei der anschließenden Belichtung gezielt zerstört – gesunde Zellen bleiben weitgehend geschont.

  • Selektive Behandlung geschädigter Zellen bei Schonung der gesunden Haut.
  • Auch beginnende, noch nicht sichtbare aktinische Keratosen werden miterfasst.
  • Etabliertes Verfahren mit hoher Wirksamkeit und guter Verträglichkeit.
Auftragen der lichtsensibilisierenden Creme auf die Haut

Ablauf der Behandlung

Zu Beginn werden die betroffenen Areale ärztlich beurteilt und vorsichtig oberflächlich vorbereitet (Entfernung von Schuppen und Krusten, feine Auflockerung der obersten Hautschicht). Anschließend wird die lichtsensibilisierende Creme aufgetragen und mit einem licht- und luftdichten Verband versehen. Die Einwirkzeit beträgt 30 bis 60 Minuten. Für die anschließende Belichtung stehen zwei Varianten zur Verfügung:

Simuliertes Tageslicht (in der Praxis)

  • Standardisierte Behandlung mit einer LED-Tageslichtlampe in der Praxis.
  • Unabhängig von Jahreszeit und Wetter durchführbar.
  • Belichtungsdauer in der Regel 35 Minuten, bei Bedarf bis zu 60 Minuten.
  • Während der Belichtung tragen Sie eine Schutzbrille; die Behandlung ist meist gut verträglich und schmerzarm.

Natürliches Tageslicht (März–Oktober)

  • Belichtung im Freien über zwei Stunden, Halbschatten ist ausreichend.
  • Bitte 30 Minuten vor dem Termin Sonnencreme mit LSF 50 (ohne Weißmacher) auftragen – wir beraten Sie gerne.
  • Wetterabhängig: bei stärkerem Regen muss die Behandlung an einem anderen Tag wiederholt werden.
  • Im Anschluss werden die Cremereste mit warmem Wasser oder einem Hautdesinfektionsmittel entfernt.

Vorbereitung und Nachsorge

Damit die Behandlung sicher und wirksam verläuft, beachten Sie bitte einige Hinweise vor und nach dem Termin.

Vor der Behandlung

  • Bitte informieren Sie uns über alle Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen können – z. B. Johanniskraut, bestimmte Diuretika (Thiazide), Glibenclamid, Phenothiazine oder Antibiotika wie Tetrazykline, Ciprofloxacin und Norfloxacin.
  • Bei der Tageslicht-Variante: 30 Minuten vor dem Termin Sonnencreme mit LSF 50 (ohne Weißmacher) auf die zu behandelnden Areale auftragen.
  • Planen Sie ausreichend Zeit ein – die gesamte Behandlung dauert je nach Variante zwischen zwei und drei Stunden.

Nach der Behandlung

  • Direkt im Anschluss wird ein kühlendes Gel aufgetragen, das Sie auch in den folgenden Tagen weiter anwenden können.
  • Für mindestens 48 Stunden bitte direkte Sonne meiden; in den folgenden 14 Tagen konsequenter Lichtschutz (Kopfbedeckung, LSF 50).
  • Rötung, Brennen, Schwellung und Krustenbildung in den ersten Tagen sind erwünschte Heilungsreaktionen und können in einzelnen Fällen bis zu zwei Wochen anhalten.
  • Eine Nachkontrolle erfolgt in der Regel nach 3 bis 6 Monaten.

Kosten und Kostenübernahme

Die photodynamische Therapie mit (simuliertem) Tageslicht wird derzeit nur von den privaten Krankenkassen übernommen, nicht von den gesetzlichen Kassen. Außerdem übernehmen Berufsgenossenschaften die Behandlung bei anerkannter Berufskrankheit. Die Beihilfe entscheidet im Einzelfall. Wir legen Wert auf eine transparente Aufklärung vor jeder Behandlung:

  • Privat versicherte Patientinnen und Patienten klären die Kostenübernahme bitte vorab mit ihrer Versicherung ab. Auf Wunsch stellen wir Ihnen einen Heil- und Kostenplan aus.
  • Beihilfeberechtigte erhalten je nach Vorgaben ihrer Beihilfestelle eine anteilige oder vollständige Erstattung.
  • Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten ist die PDT eine Selbstzahlerleistung; die Kosten liegen je nach Größe des behandelten Areals bei etwa 180 bis 250 €.
  • Die genaue Kostenhöhe besprechen wir im Beratungsgespräch, bevor eine Behandlung vereinbart wird.

Termin zur PDT-Beratung vereinbaren

Vereinbaren Sie online einen Termin zur Befundbeurteilung und Beratung. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Fragen zu beantworten und das passende Vorgehen mit Ihnen abzustimmen.

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